Tonwahrnehmung bei FA

Untersuchung der Unterschiede der binauralen Tonhöhenwahrnehmung bei Patienten mit Ataxie-Erkrankungen

Die genaue Lokalisation einer Schallquelle im Raum sowie die Wahrnehmung eines Tons, der nur durch das gleichzeitige Beschallen beider Ohren wahrzunehmen ist (binauraler Ton), erfordern im Hirnstamm sowie im Hörkortex eine sehr präzise Informationsverarbeitung. Im Rahmen der aktuellen Untersuchung möchten wir mit einfach anzuwendenden psychoakustischen und neurophysiologischen Verfahren Erkenntnisse darüber gewinnen, ob und wie sich die Wahrnehmung von binauralen Reizen bei Patienten mit Friedreich-Ataxie verändert.

Die Untersuchungen finden an einem einzelnen Termin statt und nehmen circa 3 Stunden in Anspruch. Nach einer ausführlichen Aufklärung durch den Versuchsleiter werden allgemeine Informationen erfragt und es erfolgt eine kurze neurologische Untersuchung. Die eigentliche Untersuchung beinhaltet die beiden Teile Psychoakustik und Messung der Hirnströme mit Hilfe der Elektro- und Magnetoencephalographie (EEG/MEG).

Psychoakustik: In einem Computer-basierten Test erfassen wir die Wahrnehmung der binauralen Tonhöhe. Dazu spielen wir über Kopfhörer kurze Melodien oder Töne vor und stellen dann dazu Fragen. EEG/MEG-Messung zur Untersuchung der Hirnströme: In diesem Teil der Untersuchung registrieren wir die Hirnsignale, die durch unterschiedliche Töne und Rauschpulse ausgelöst werden. Zur Messung des EEG/MEG nehmen Sie auf einem Sitz unter dem Ganzkopf-MEG-System Platz, wobei das Gesicht frei bleibt. Die Hirnaktivität wird mit einer Elektrodenhaube (EEG) sowie mit speziellen Antennen (MEG) an der Kopfoberfläche erfasst. Zur Registrierung der spezifischen Areale des Gehirns, die für die Hörverarbeitung zuständig sind, werden Ihnen während der EEG/MEG-Untersuchung verschiedene Schallreize per Ohrstöpsel dargeboten. Ihre Aufgabe wird lediglich sein, den dargebotenen Tönen passiv zuzuhören. Während der Messung dürfen Sie „als Zeitvertreib“ einen DVD-Film eigener Wahl ansehen (als Stummfilm mit Untertiteln).

Wichtig: Wenn sich an oder in Ihrem Körper nicht entfernbares metallisches Material befindet (z.B. Retainer etc.), halten Sie bitte vorab Rücksprache. Die Hörtests, die psychoakustischen Verfahren sowie die neurophysiologischen Messungen sind schmerzfrei und medizinisch unbedenklich.

Eventuelle Rückfragen können gerne vorab per Mail oder in einem telefonischen Gespräch beantwortet werden:


Frau PD Dr. med. Heike Jacobi

Oberärztin | Neurologische Klinik

Universitätsklinikum Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 400

69120 Heidelberg

heike.jacobi@med.uni-heidelberg.de


Aktuell ist die Teilnahme erst mal in 1 Standort vorgesehen: Uniklinikum Heidelberg.

Anmeldung zu der Studie ist ab sofort schon möglich.

Mehr Informationen kommen in unserem Webinar. Anmelden hierfür kann man sich ab sofort.

Aber bei Fragen zu der Studie kannst Du Dich natürlich jederzeit an uns wenden.

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